Helmholtz Research Academy Hesse for FAIR

CONNECT

Vom 29.08. - 02.09.22 fand zum sechsten Mal das CONNECT-Meeting statt, welches seit Jahren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem westlichen Balkan und Deutschland zusammenbringt. Initiiert wurde dieser Workshop vom Direktor der Helmholtz Forschungsakademie Hessen für FAIR Marcus Bleicher.

Nach der Eröffnung des Workshops durch den HFHF-Direktor und dem Bildungs- und Forschungsminister des Kantons Tuzla Ahmet Omerović ging der Workshop direkt in eine Dialogkomponente über. In einer gemeinsamen Aktivität wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in das kalte Wasser geschmissen und mussten gemeinsam in einem wissenschaftlichen Setting einen Kriminalfall lösen. Dies mag auf den ersten Blick für ein wissenschaftliches Event sehr ungewöhnlich erscheinen, erfüllte allerdings den Zweck des gemeinsamen Kennenlernens und Dialogs hervorragend. Direkt im Anschluss konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkt in kleinen Gruppen an Projekten arbeiten. Die folgenden Tage waren gespickt von interessanten Beiträgen aus der Wissenschaft und Zivilgesellschaft. 

Der zweite Tag wurde eröffnet durch die Vizedirektorin der Universität Tuzla Vesna Bratovcic. Sie erläuterte die Wichtigkeit von hervorragender Lehre, offener Wissenschaft und Kommunikation und das Einbeziehen der Gesellschaft in diesen Prozessen. Dies war die perfekte Überleitung zu Jelena Kalinić, welche einen ausführlichen Überblick über die Welt der Pseudo-Wissenschaft und die entsprechenden Gefahren gab. Der Rest des Tages war geprägt vom Potential der digitalen Welt. Michael Christen gab einen sehr unterhaltsamen und zum Nachdenken anregenden Überblick über Künstliche Intelligenz und wie diese die Welt nachhaltig verändern wird. Von Haushaltsrobotern über wissenschaftliche Anwendungen bis hin zur Kunst wurde hier tiefgend und angeregt diskutiert.  

Die folgenden Tage waren weiter geprägt von der Interaktion von Wissenschaft mit der Gesellschaft und wie diese gelingen kann. Sasa Ceci berichtete von seinen Erfahrungen in der Corona-Krise und wie man mit Querdenkern und Wissenschaftsleugnern umgeht und welche Gefahren hier lauern. Hier konnte der Input von Bradley van Paridon zum Thema Storytelling im Anschluss wertvolle Einsichten liefern und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern konkrete Handreichungen geben. 
In der anschliessenden Diskussion wurde ausführlich und durchaus auch kontrovers zu diesem Thema diskutiert. 

Ein Highlight in den letzten beiden Tagen war sicherlich der Vortrag von Christian Sturm, der einen hervorragenden Einblick in die Forschung in der Schwerionenforschung und bei FAIR gegeben hat. Hier konnte man die Leidenschaft der vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler spüren, die an diesen Anlagen arbeiten und auf der Suche nach den Bausteinen des Universums sind. Diese übertrug sich auch auf die Studierenden im Publikum, die noch viele Stunden danach weiterdiskutierten und sich schon während des Vortrags nach Kooperationsmöglichkeiten erkundigten. Im weiteren Verlauf des Meetings wurden noch Interaktionen von Kunst und Wissenschaft, die Wichtigkeit von internationaler Kooperation und auch interdisziplinäre Forschung diskutiert. 

Im Verlauf der Meetings konnten die Studierenden konkrete Projekte erarbeiten, welche im Nachgang der Woche noch intensiviert werden können. 

Die Ergebnisse des Workshops werden sicherlich noch nachhaltig in den internationalen Netzwerken nachhallen. Die Wissenschaftler der Helmholtz Forschungsakademie Hessen für FAIR sind dankbar hier einen Beitrag geleistet zu haben.