Helmholtz Research Academy Hesse for FAIR

Interview mit Thomas Aumann

Für den aktuellen Newsletter der HFHF haben wir ein Interview mit dem Geschäftsführenden Direktor der Akademie geführt. Das könnt ihr euch natürlich im Newsletter durchlesen, aber wir wollten es euch hier nicht vorenthalten.



Lieber Prof. Aufmann, am Anfang des Jahres wurden Sie vom Direktorium der Helmholtz Forschungsakademie Hessen für FAIR zum neuen Geschäftsführenden Direktor bestätigt — was hat sie gereizt an der Aufgabe?

Thomas Aumann: Was mich angezogen hat, ist die besondere Kombination aus wissenschaftlicher Exzellenz und der interdisziplinären Zusammenarbeit. Es ist eine einmalige Gelegenheit, Grundlagenforschung auf höchstem Niveau in einer Umgebung zu fördern, die den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglicht.

Was sind Ihre Ziele und Visionen für die Akademie in den kommenden Jahren?

Thomas Aumann: In erster Linie möchte ich die hervorragende Arbeit, die hier in den letzten Jahren geleistet wurde, weiter ausbauen. Dabei liegt mein Fokus auf der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gruppen. Ich glaube fest daran, dass die größten wissenschaftlichen Durchbrüche oft an den Schnittstellen verschiedener Disziplinen entstehen. Des Weiteren möchte ich die internationale Vernetzung des Instituts vorantreiben und junge Talente fördern.

Welche Herausforderungen sehen Sie auf dem Weg dorthin?

Thomas Aumann: Die Herausforderungen, vor denen vermutlich jedes Forschungsprojekt steht. Wir müssen sicherstellen, dass wir ausreichend finanziert sind, um unsere Visionen umsetzen zu können. Darüber hinaus ist es eine stetige Aufgabe, herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die HFHF zu gewinnen und zu halten.

Wie würden Sie die Rolle des Instituts in der wissenschaftlichen Community des FAIR-Projektes beschreiben?

Thomas Aumann: Die Akademie hat das Potential, ein Leuchtturm zu sein. Dies nicht nur durch die Qualität der Forschung, sondern auch durch die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten. Durch den interdisziplinären Ansatz und durch die starke Einbindung in die internationalen Netzwerke sind wir sicherlich ein Vorbild, wie moderne Forschung in einer vernetzten Welt aussehen kann.

Wie planen Sie, den Kontakt und den Austausch mit anderen Forschungseinrichtungen weltweit zu pflegen?

Thomas Aufmann: Die Vernetzung auf internationaler Ebene ist entscheidend für den Fortschritt in der Wissenschaft. Ich beabsichtige, bestehende Partnerschaften zu stärken und neue Kooperationen mit führenden Institutionen weltweit einzugehen. Zudem möchte ich regelmäßige Workshops und Konferenzen organisieren, um den direkten Austausch zu fördern.

Zu guter letzt eine Frage, die sicherlich den Nachwuchs der Akademie interessiert: Was halten Sie für die wichtigsten Eigenschaften einer guten Forscherin oder eines Forschers?

Thomas Aumann: Eine gute Forscherin bzw. ein guter Forscher sollte neugierig, beharrlich und kritisch denkend sein. Die Neugier treibt uns an, neue Fragen zu stellen, die Beharrlichkeit hilft uns, auch bei Rückschlägen weiterzumachen, und kritisches Denken ermöglicht es uns, unsere Ergebnisse stets zu hinterfragen und zu verbessern. Wichtig für den wissenschaftlichen Nachwuchs ist es immer am Ball zu bleiben und sich nicht unterkriegen zu lassen.

Prof. Aumann, vielen Dank für das Interview.